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Kolloquium zur sächsischen Genealogie 2002
Der Genealoge Rolf Kaltofen und die Rekonstruktion der Geyerschen
Kirchenbücher
Zusammenfassung zum Vortrag am 16.03.2002
Referent: Herr Dr. Martin Hoffmann, Chemnitz
Gedacht wird des Lebenswerkes von Rolf Kaltofen, der sich zunächst der
Erforschung seiner aus der Bergstadt Geyer stammenden Vorfahren widmet. Als er
dabei feststellen musste, dass ein Großteil der Geyerschen Kirchenbücher
verloren ist, versuchte er, durch Auswertung von Unterlagen des Sächsischen
Staatsarchivs Dresden die Lücken zu schließen. Dabei stieß er auf den „Blüherschen
Nachlass“, der eine Reihe von Unterlagen zur Geschichte der Stadt Geyer
enthielt. Unter Verwendung dieses Nachlasses, Auswertung der im Staatsarchiv
vorliegenden Dokumente und Erfassung in einer auf die Familiennamen bezogenen
Kartei gelang es ihm, die Kirchenbücher von Geyer für die Jahre 1578 bis 1597 zu
rekonstruieren. Diese Kirchenbücher mit alphabetischen Namensregister der
Taufbücher, der Traubücher und der Sterberegister liegen in der Deutschen
Zentralstelle für Genealogie in Leipzig und im Museum der Stadt Geyer.
Ein besonderer Schatz ist das im Adam-Ries-Museum in Annaberg-Buchholz und
der Deutschen Zentralstelle für Genealogie in Leipzig vorliegende Gerichtsbuch
der Stadt Geyer für das Jahr 1602. Ebenfalls bezogen auf die Familiennamen ist
das Werk ein Kompendium des Lebens einer mittelalterlichen Bergstadt.
Rolf Kaltofen gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Fachgruppe Genealogie
in Chemnitz und erwarb sich Verdienste bei der Wiederbelebung der
erzgebirgischen Bergbrüderschaften. Am 23. Januar 1993 verstarb Rolf Kaltofen im
Alter von 73 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes.
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