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Die Genealogie meiner Familie Müller im westmeißnischen Gebiet
Zusammenfassung zum Vortrag am 10.05.2000 Referent: Manfred
Müller
Der Referent berichtete über seine Forschungsergebnisse, wobei er besonders
auf die Quellenlage einging, die in dem einen oder anderen Fall als Anregung für die
eigene Forschung dienen kann.
Eine Auswahl der Forschungsergebnisse und Quellen wurde in Form von Ausarbeitungen,
Original-Urkunden, Fotokopien aus Gerichtsbüchern, schriftlichen Mitteilungen und
Fotografien in Heften zur Einsichtnahme ausgelegt.
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Der Referent stellte seine Stammlinie Müller über 13 Generationen dar. Die
Familie stammt aus
Windorf bei Zehren. Der Urvater aller Windorfer Müller war Peter Müller,
geboren um 1510, gestorben um 1575. Windorf war von jeher ein Einzelgut. Damit sind
alle Angaben in historischen Quellen und in der Literatur zu Windorf identisch mit dem
Müllerschen Bauerngut und seinem jeweiligen Besitzer. Erst in den 2Oer / 3Oer Jahren des 20. Jahrhunderts kam
es durch Verkauf in andere Familienhände. |
Die ersten drei Generationen des Referenten waren Gutsbesitzer von Windorf:
Peter, erstmals 1554 im Landsteuerregister 401 genannt
Georg, erstmals 1579 im Gerichtsbuch Meißen Nr. 557 genannt
Peter, erstmals 1607 im Gerichtsbuch Meißen Nr. 558 genannt, er kam 1637 mit seiner Frau bei einem
feindlichen Einfall der Schweden um.
In der 4. Generation treffen wir den nicht erbberechtigten Sohn Andreas Müller an,
der in Niederstößwitz das Gut seines Schwiegervaters Urban Görne kauft. Andreas
wurde über 95 Jahre alt.
Sein Sohn Hans wurde Rittergutspächter in Sornitz. Er starb 1732 im 27. Pachtjahr, nur 53 J.
alt. Dazu kaufte er 1714 in Stroischen bei Meißen ein Bauerngut, das er und seine
Familie bewirtschaftete und noch heute im Besitz unserer Familie Müller ist. 1721
kaufte er die Sornitzer Mühle.
Der Sohn Peter war derjenige, der das Stroischener Gut erbte. Ihm folgten in den
nächsten Generationen Gottlob Johann und dessen Sohn Johann Traugott Müller
auf dem Gut in Stroischen.
Mit der 9. Generation Heinrich Müller verläßt die Stammlinie des Referenten
Stroischen. Heinrich Müller wird von Beruf Müller und besitzt schon als 25 jähriger die
Wassermühle von Mauna. Er kauft 1852 eine größere Wassermühle mit Sägebetrieb und Bäckerei in
Mohorn. Sein weiterer Lebensweg führt ihn über Wilsdruff, Dresden, Eisenberg nach
Leipzig-Lindenau, wo sein Sohn Paul bereits eine Familie hat and als Posthilfsbote
angestellt ist.
Der Sohn Paul hat zunächst in Eisenberg eine Fleischerlehre absolviert, dann aber den beruflichen Weg bei
der Deutschen Reichspost beschritten, wo er sich vom Posthilfsboten, Landbriefträger,
Briefträger, Oberpostschaffner, Postbetriebsassistent zum Postassistenten entwickelte. Alle
Beförderungsurkunden der Postdirektion Leipzig wurden im Original vorgezeigt. Um 1900 wurde
er nach Wurzen versetzt, wo er sich später aus einer Erbschaft heraus ein Wohnhaus kaufte.
Sein Lebensweg ließ sich auch sehr gut in den Adressbüchern von Leipzig und
Wurzen verfolgen.
Seine Kinder und Enkel wurden in Wurzen geboren. Der berufliche Weg führte den Referenten wieder
nach Leipzig, wo sein Müller-Stamm heute in der 13. Generation lebt.
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