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Erfahrungen bei der Erstellung eines Ortsfamilienbuches
Zusammenfassung zum Vortrag am 14. Mai 2003 Referentin: Frau Ingeburg
Manig (LGG)
Voraussetzung für die Erarbeitung eines Ortsfamilienbuches ist die
Möglichkeit, mit einem Computer und entsprechender Software zu arbeiten. Meine
Arbeit wurde mit einem Programm GES 2000 durchgeführt. Folgende Systematik bei
der Eingabe an Daten hat sich als günstig erwiesen:
Da es sich bei dem Kirchenbuch um Eintragungen ab 1645 handelte, habe ich
abweichend von den Eintragungen im Kirchenbuch, die mit den Taufen beginnen, die
Heiraten vorgezogen und in ein vorgegebenes Schema eingetragen. Dabei erhielt
ich eine vollständige Familie, da bei den Taufeinträgen zu damaliger Zeit nur
der Vater genannte wurde. Die Einträge enthielten auch noch Hinweise zu den
Geburtsorten, Berufen, Familienstand und den Vater beider Eheleute sowie dessen
sozialen Status. Das Alter war nur in Ausnahmefällen angegeben, z.B. beim
Pfarrer, und musste daher geschätzt werden, mit 25 Jahren beim Ehemann und 20
Jahren bei der Ehefrau, außer bei Witwern und Witwen. Hier wurde das Alter höher
eingesetzt.
Bei den Geburtseintragungen konnten dann meistens die Geburten entsprechend
zugeordnet werden, außer bei neu zugezogenen Familien. Diese Familien habe ich
dann auch erfasst, allerdings ohne Heiratseintrag, mit geschätztem Traudatum.
Dann erfolgte das Erfassen und Zuordnen der Beerdigungen. Die Personen waren
meistens im Register zu finden. Zusätzlich gab es Personen, die in den letzten
Lebensjahren als verwitwete Elternteile aufgenommen wurden, aber von anderen
Orten stammten, und dann bei ihren Kindern verstarben. In einzelnen Fällen
ergaben sich daraus auch neue Familien, denen Kinder zugeordnet werden konnten.
Als ganz besonders wichtig ist es bei dieser Arbeit, nicht allein, sondern
möglichst mit einem interessierten Partner oder Forscherkollegen die Daten zu
erarbeiten, bzw. Korrektur lesen zu lassen, um etwaige Fehler herauszufinden.
I.M.
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